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fabster
17:02
„Sex sells. Human rights are not for sale“

Erst fliegen Schals aufs Pflaster, Domscheit-Bergs roter Hut, Mäntel, Pullover. Dann stehen die Piratinnen und der Pirat im T-Shirt da. Ja, und weiter? Es waren doch nackte Titten versprochen. Wo sind die? Die gibt es nicht. Stattdessen steht auf den T-Shirts „Human rights, not tits“. Die Piraten rufen: „Sex sells. Human rights are not for sale“ – Sex verkauft sich immer. Aber Menschenrechte sind nicht für den Schlussverkauf da.

Was soll das? Die PiratInnen sagen es: „Schämt euch.“ Damit meinen sie die Journalisten. Was die nämlich nicht wissen: Die Piratinnen hatten nie vor, sich auszuziehen. Es ist ein Fake. Mit dem wollen sie „die Medien und deren Sexismus vorführen“.

Mit ihren Titten kommt Laura Dornheim auf jeden Fall auf die Seite 1 der <em>Bild</em>. So jedenfalls soll es ihr der Journalist versprochen haben. Aber Laura Dornheim will gar nicht auf die Seite 1. Sie will „Inhalte verkaufen“: Flüchtlinge, Finanzen, Geschlechtergerechtigkeit. Aber das nimmt bei den Medien der Piratin niemand mehr ab. Von Anfang beschäftigt sich die Partei nur mit sich selbst. Und jetzt noch Titten?

Trotzdem hat die Idee Charme. Laura Dornheim kommt am Abend zuvor darauf. Sie verschickte an verschiedene Journalisten eine Twitter-Nachricht: „Wer berichtet übers refugeecamp?“ Ein <em>Bild</em>-Autor fragte zurück: „Ist der Johannes Ponader da? Dann würde ich auch kommen.“ Laura Dornheim: „Verdammt, da hungern Menschen. Wenn es hilft, stell ich mich auch oben ohne hin.“ Seine Antwort: „Deal“. Abgemacht.
Piratinnen führen Medien vor: Die große Entblößung - taz.de
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